Spermiogramm

Männliche Fertilitäts-, sprich Fruchtbarkeitsstörungen beruhen meist auf Störungen der Spermatogenese, d.h. der Bildung von Spermien. Dies führt – unabhängig von ihrer Ursache – zu einer qualitativ und quantitativ verminderten Produktion von Samenzellen.

Störungen der Spermatogenese sind am Mikroskop an zytologischen Veränderungen des Ejakulates erkennbar: die Samenzellzahl und Samenzellmotilität, sprich Beweglichkeit, sind herabgesetzt und der Anteil morphologisch abnormer Zellen ist erhöht. Diesen Befund beschreibt man als „Oligo-Astheno-Teratozoospermie OAT-Syndrom“. Etwa 10% der männlichen Bevölkerung haben einen solchen Befund.

Festgestellt werden kann eine mögliche Störung der Spermiogenese, d.h. eine mögliche Einschränkung der Fruchtbarkeit, mit Hilfe eines Spermiogramms.

Ein Spermiogramm ist das Ergebnis einer Ejakulatanalyse und dient demnach der Beurteilung der Zeugungsfähigkeit des Mannes. 

Um eine ausreichende Aussagekraft zu gewährleisten, sollten Sie vorab eine drei- bis fünftägige Enthaltsamkeit einhalten, d.h. es sollte kein Samenerguss stattfinden. Eine längere Enthaltsamkeit verbessert das Resultat nur unwesentlich.

Sie können das Sperma in einem speziellen Raum fernab des Praxisbetriebes in Ruhe "produzieren", damit unsere Biologin es dann laboranalytisch untersuchen kann. Diese Untersuchung beginnt nach Verflüssigung des Spermas, die in der Regel nach circa 15 - 30 Minuten einsetzt. 

Im Mittelpunkt der Analyse steht die mikroskopische Beurteilung der Samenzellen mit Hinblick auf ihre Konzentration, Beweglichkeit und Form. Das Spermiogramm kann derzeit nicht durch einen Schnelltest (Spermientest) ersetzt werden, da die bislang entwickelten Schnelltests nur Teilbereiche der Ergebnisse eines Spermiogramms wiedergeben können.

Um beim Ergebnis ganz sicher zu sein, sollte ein Spermiogramm im Abstand einiger Monate wiederholt werden, da die Spermiogenese natürlichen Schwankungen unterliegt und so durchaus Qualitätsschwankungen vorkommen können.

Für genauere Informationen stehen Ihnen gerne unsere Biologin Frau Putterlik bzw. die Pharmazeutin Frau Polster unter 089-790 788 71 zur Verfügung.